Begleite uns in die atemberaubende Winterlandschaft des Pitztals. In einer halben Stunde erlebst du beeindruckende Gipfel und herrliche Schneelandschaften. Also lehne dich zurück und genieße die Schönheit der Pitztaler Bergwelt und lausche sanfter Klaviermusik. Anschließend wirst du dich entspannt und erfrischt fühlen. Freu dich auf Winterzauber im Pitztal!
Kategorie: Allgemein
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Die Kalbenalm im Winter | Unser schönes Pitztal
Im Pitztal erlebt man Winterzauber von seiner schönsten Seite. Die herrlich verschneite Kalbenalm liegt auf 2.117 m unterhalb des Sechszeigers und erlaubt einzigartige Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Die Strahlen der tief stehenden Sonne brechen durch den größten zusammenhängenden Zirbenwald Nordtirols, der das Almgebiet umgibt.
Die Kalbenalm im Winter Majestätisch trohnt westlich der Venet oberhalb von Wenns. Etwas weiter nördlich sieht man den Muttekopf und die Heiterwand, die längste geschlossene Wand der nördlichen Kalkalpen. Hinter dem kleinen Bergrücken versteckt sich der 2.370 m hohe Tschirgant. Die Kalbenalm ist über die kalten Monate im Winterschlaf, ehe sie im Sommer Wanderer zum Einkehren einlädt. Im Winter führt der Skiweg zur Zirbenbahn knapp oberhalb der Kalbenalm vorbei. Am Einprägsamsten erlebt man die märchenhaft verschneiten Wälder, die klare Winterluft und den Blick über die Pitztaler Berge bei einer Skitour. Das äußere wie auch das hintere Pitztal bietet eine unglaubliche Vielfalt an einfachen bis hin zu äußerst anspruchsvollen Skitouren. Mütze auf, Schuhe an, Stöcke in die Hand und los geht’s.
Hier findest du einige Skitouren-Tipps im Pitztal: https://www.pitztal.com/de/winter/aktivitaeten/skitouren
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Weihnacht in den Pitztaler Bergen
Für viele ist erst Weihnachten, wenn auch der Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt ist. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Weihnachtsbaum vor knapp 500 Jahren (1527). Die Ursprünge gehen aber noch weiter zurück und vermuten heidnische Bräuche als Vorreiter der Weihnachtsbaum-Tradition. Immergrüne Pflanzen standen schon in vielen früheren Kulturen für Lebenskraft und Fruchtbarkeit.
In Österreich wurde erstmalig ein Weihnachtsbaum im Jahr 1814 in Wien aufgestellt. In Tirol nennt man den Weihnachtsbaum einfach Christbaum. Hier wird manchmal sogar noch der Baum auf dem eigenen Grundstück selbst geschlagen und anschließend festlich geschmückt. Dabei hilft jedes Familienmitglied mit. Weihnachtsbäume sollten drei Tage vor dem elften Vollmond des Jahres geschlagen werden. Dies ist meist noch im November, manchmal fällt dies aber auch auf Dezember. Dann behalten die Bäume ihre Nadeln sehr lange Zeit.
Noch älter als der Christbaum, ist in Tirol der Brauch des Räucherns zwischen Weihnachten und Drei König. Dieser Brauch ist seit Jahrhunderten in Tirol verbreitet. Auch die Krippe hat eine viel längere Tradition. 1608 wurde die erste Krippe in Tirol aufgestellt. In Wenns im Pitztal wurde 1860 der weltweit erste Krippenverein gegründet. Heute gibt es in Tirol viele Krippendörfer, die die Kunst des Krippe bastelns pflegen.
Dass es zu Weihnachten Geschenke gibt, haben wir Martin Luther zu verdanken. Zuvor war es dem Nikolaus vorbehalten, Geschenke zu bringen. Um 1530 führte er diesen Brauch ein, der sich zuerst nur auf das evangelische Deutschland erstreckte und sich erst später auch auf die katholischen Regionen und den Alpenraum ausbreitete. Doch waren es bis vor nicht allzu langer Zeit eher bescheidene Geschenke, wie Äpfel oder Nüsse, mit dem sich die Kinder zufrieden geben mussten.
Doch seit wann feiern Christen eigentlich das Weihnachtsfest. Seit dem Jahr 336 ist der heutige Christtag als kirchlicher Feiertag der Geburt Christi belegt. Die Wintersonnwende wurde schon von den Römern gefeiert, die Christen übernahmen den Tag.
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Wandern im Herbst
Im Herbst zeigt sich im Pitztal die Natur in ihrem edelsten Kleid. Dabei kann man viele eindrucksvolle Wanderungen unternehmen. Es herrschen oft noch milde Temperaturen, bunte Blätter sind noch auf den Bäumen und die höchsten Berggipfel sind schon angezuckert.
Eine einfache, aber optisch sehr reizvolle Wanderung, führt uns zur Kalbenalm in Jerzens. Die Kalbenalm ist eine kleine urige Hütte am Fuße des Sechszeigers. Sie liegt auf 2.117 Metern und diente in früheren Zeiten den Hirten als Schlafstelle, wenn sie mit dem Jungvieh unterwegs waren. Heute ist die Hütte ein gern besuchtes Ausflugsziel ca. 30 Gehminuten von der Mittelstation des Hochzeigers. Oder aber man kehrt beim Abstieg vom Sechszeiger bei der Alm ein.
Im Sommer werden die Besucher der Kalbenalm mit köstlichen Almjausen, hausgemachten Kuchen und Kaffee, Zirbenschnaps und vielem mehr verwöhnt. Zudem können auf der Kalbenalm eine Vielzahl an Zirbenholz-Schnitzereien von Almwirt Klaus Schrott bewundert werden, der nicht nur das Vieh betreut, sondern sich auch mit viel Hingabe der seltenen Zirbe verschrieben hat.
Dennoch sollte man beim Wandern im Herbst auf einiges Acht geben. Die Tage sind deutlich kürzer. Dies sollte man sich immer vor Augen halten und rechtzeitig aufbrechen, oder umkehren. Denn die Tage sind nicht nur kürzer, sondern auch meist kälter, besonders wenn die Sonne untergeht. Zumindest sollte man noch mehr als im Sommer auf kühlere Temperaturen im Gebirge vorbereitet sein. Auch sind manche Wege schon mit Schnee oder Eis bedeckt und so kaum oder gar nicht begehbar. Die Bergbahnen oder Hütten haben mitunter bereits ihren Betrieb eingestellt. So sollte man sich im Vorfeld genau mit den Verhältnissen und eventuellen Widrigkeiten auseinandersetzen. Dann steht aber einem eindrucksvollen Wandererlebnis im Herbst nichts entgegen.
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Rifflsee – Der größte See der Ötztaler Alpen
Dieser große Bergsee befindet sich im hinteren Pitztal auf 2.232 m westlich oberhalb von Mandarfen und liegt im Kaunergrat. Der typische Moränensee füllt eine ausgedehnte Talmulde. Sein gletschertrübes Wasser wirkt grünlich.
Er wird im Norden und Westen von schroffen Gipfeln des Kaunergrats umrahmt. Besonders auffallend sind der Seekogel (3.357 m) und der Rostizkogel (3.394 m). Bei sonnigem und warmem Wetter wird eine beachtliche Menge an Schmelzwasser vom Seekarles-, Löcher- und Rifflferner zugeführt.
Bereits um 1500 wird der See im Fischereibuch von Kaiser Maximilian I. als „Wildseele hinden im Putzental“ erwähnt. Doch schon mehr als 5.000 Jahre früher, während der Mittelsteinzeit, passierten Reisende dieses Naturjuwel. Trotz der großen Höhe gedeihen der Bachsaibling und die Regenbogenforelle in diesem Gewässer.
Seit dem Jahr 2017 kann man den See mit einem Floß befahren. Bei der höchsten Floßfahrt Europas kann man die umliegenden Bergriesen aus einer ganz anderen Perspektive genießen.
Der Rifflsee ist nicht nur ein wunderschöner See, der malerisch in der Pitztaler Bergwelt eingebettet liegt, er ist auch ein Gebirgssee mit interessanten Fakten. Er ist 994 m lang und 393 m breit. Trotzdem misst der See an der tiefsten Stelle nur 24 m. Die gesamte Fläche beläuft sich auf 26,9 ha.
Am Einfachsten erreicht man den See von Mandarfen aus mit der Rifflseebahn. Wer es sportlicher angehen möchte, kann über das Hirschtal oder über die Talabfahrt zum See aufsteigen.
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Die Zugspitze – Der höchste Berg Deutschlands
Besuche den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, in einem gemütlichen Tagesausflug vom Pitztal aus und genießen einen traumhaften Rundblick.
Der höchste Berg Deutschlands ist die 2.962 Meter Zugspitze, ein Berg der Superlative. Der höchste Berg Deutschlands beherbergt drei Gletscher und mit dem Schneeferner zugleich auch den größten Gletscher der Bundesrepublik. Ein einzigartiges 360°-Panorama erwartet die Besucher. Beeindruckend sind bereits die Fahrten mit den beiden Seilbahnen von Deutschland und Österreich. Über den Westgipfel läuft die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Rund 500.000 Besucher jährlich besuchen die Zugspitze.
Auch die bayrische Zugspitzbahn hat mehrere Superlativen zu bieten. Diese dezent-edle Seilbahn hat drei Weltrekorde aufgestellt. Die Seilbahn überwindet den größten Höhenunterschied von 1.945 Metern. Zudem hat sie das längste freie Spannfeld von 3.213 Metern und sie steht mit 127 Metern auf der weltweit höchsten Stahlbaustütze.
Verschiedene Bergwege führen heute auf die Zugspitze – von Nordosten aus dem Höllental, von Südosten aus dem Reintal und von Westen über das Schneekar. Kaum vorstellbar ist aber wohl die Erstbesteigung dieses eindrucksvollen Berges. Am 27. August 1820 wagten der erst 27 jährige Tiroler Leutnant und Vermessungsingenieur Josef Naus gemeinsam mit Bergführer Johann Georg Tauschl aus Partenkirchen und Träger Maier dieses abenteuerliche Vorhaben.
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Sonnenaufgang am Sechszeiger
Das frühe Aufstehen lohnt sich wirklich, denn ein Sonnenaufgang beschert besondere magische Momente. Vermutlich ist aber der Sonnenaufgang in den Bergen überhaupt der schönste Bergmoment. Unsere Natur hat zu dieser frühen Stunde etwas Zauberhaftes. Unter uns eröffnen sich mystische Landschaften mit glitzerndem Tau, das wunderbare Licht, wabernde Nebelschwaden, friedliche Ruhe und eine herrlich frische Luft.
Am Sechszeiger im Pitztal kann man dieses einzigartige Schauspiel besonders gut genießen. Man erreicht den Gipfel zur frühen Morgenstunde entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Von der Liss aus sind es ca. 1.000 Höhenmeter. Ende August und im September geht es noch etwas leichter. Die Hochzeiger Bergbahnen bieten zu speziellen Terminen Sonnenaufgangsfahrten mit den Bergbahnen an. Es sind nur wenige Minuten, in denen die Berge aus dem Schlaf erweckt werden, aber dafür werden sie dir unvergesslich bleiben. Du erlebst ein magisches Schauspiel auf knapp 2.400 Metern zwischen Venet, Tschirgant und Hochzeiger.
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Pfundser Tschey – Ein malerisches Hochtal
In einem Tagesausflug vom Pitztal aus kann man die Pfundser Tschey erreichen. Rund 600 Höhenmeter über Pfunds eröffnet sich dieses Naturparadies.
Pfundser Tschey – Ein malerisches Hochtal Der Name „Tschey“ stammt aus dem rätoromanischen und bedeutet Hochtal. Dieses Naturjuwel erstreckt sich auf 1.600 bis 1.700 Metern Höhe und ist mit vielen kleinen Hütten gesäumt. Die Blumenpracht erreicht im Juni und Juli ihren Höhepunkt. Bei Blumenliebhabern sind ganz besonders die vielen Orchideen beliebt.
Das Zentrum der Pfundser Tschey bildet die Kapelle Maria Schnee. Diese Kapelle wurde erst im Jahr 2004 auf Initiative vom dortigen Dekan errichtet. Durch das Tal führt ein durchgehend asphaltierter Weg auf dem man mühelos wandern kann. Parkplätze stehen ausreichend am Eingang des Hochtals zur Verfügung. Gut trainierte fahren aber mit den Fahrrad vom Tal aus in dieses malerische Hochtal. Wenn man will kann man am Ende des Tals nach Tösens absteigen oder abfahren oder man steigt weiter auf zur Platzer Alm.
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Zollberg – Zwischen Hochzeiger und dem Venet
Der Zollberg erlaubt herrliche Ausblicke auf beinahe unzählige Gipfel der umliegenden Berge – Hochzeiger, Wildgrat, Gemeindekopf, Aifenspitze, Venet, Sechszeiger und viele mehr. Hinter der imposanten Rofelewand kann man sogar den Gipfel der Wildspitze, dem höchsten Berg des Pitztals, erkennen.
Am Einfachsten erreicht man den 2.224 m hohen Zollberg über die Mittelstation des Hochzeiger-Ski- und Wandergebietes. Über einen leichten Anstieg erreicht man nach ca. 45 Minuten den Zollberg. Der Weg führt vorbei am traditionellen Zollbergschlepplift. Hier kann man auch über den Goaßsteig ins Landschaftsschutzgebiet Riegetal absteigen oder auch links über den Ferdinand-Wohlfahrter-Steig zum 2.560 m hohen Hochzeiger aufsteigen. Der Weg zum Zollberg führt von hier aus nach rechts.
Als Abstieg bietet sich ein Steig über die Ebni an, über den man zur Liss (Hochzeiger-Talstation) oder sogar bis ins Dorfzentrum von Jerzens gelangt. Der Steig eröffnet immer wieder imposante Ausblicke auf das Tal sowie die umliegenden Berge.
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Herz-Jesu-Feuer
Am dritten Sonntag nach Pfingsten erleuchten jedes Jahr Herz-Jesu-Feuer die imposante Bergwelt Tirols.
1796, angesichts der drohenden Kriegsgefahr durch Napoleon, dessen Heer samt Verbündeten bereits nahe den Grenzen Tirols stand, beschloss der Tiroler Landtag, das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anzuvertrauen, um den Krieg durch göttlichen Beistand abzuwenden. Seither wird das Herz-Jesu-Fest feierlich begangen und das Herz-Jesu-Gelöbnis jedes Jahr erneuert.
Dieser Brauch, aus dem 18. Jahrhundert, wird heute noch in ganz Tirol (Nord-, Ost- und Südtirol sowie dem Trentino) gepflegt. Der alte Brauch verzaubert jedes Jahr die Hänge und Berggipfel mit christlichen Symbolen und Elementen der Heimatverbundenheit. Mit großer Begeisterung werden jährlich mehrere Tausend Feuer entzündet. Ganz besonders gut kann man die Herz-Jesu-Feuer von Jerzens im Pitztal beobachten.
